„Hier stehe ich“, sagt die Stellungnahme, „du kannst mir vertrauen.“

Wer Stellung bezieht, bezieht zwangsläufig Stellung zu etwas. Man positioniert sich in einem Diskurs, bezieht Stellung für ‚eine Seite‘ und dies quasi öffentlich, sich bekennend, eben so, dass andere einordnen können, wozu/wogegen Stellung bezogen/eingenommen wird. Doch was sagt diese Positionierung, die Stellungnahme eigentlich aus? Sie sagt: hier stehe ich.

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Ein Brief an Paul Lafargue: Über den Aufbruch ins Reich der Freiheit (Teil II)

Lieber Kollege Lafargue, in einem ersten Brief vor wenigen Wochen berichtete ich Dir bereits von dem aktuellen Stand unserer Zeit und merkte an, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse eher düster rahmen. Heute möchte ich Dir weiter berichten und die Möglichkeiten aufzeigen, die dieses Zeitalter im Hinblick auf das Reich der Freiheit zu bieten hat.

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Ein Brief an Paul Lafargue: Über den Aufbruch ins Reich der Freiheit (Teil I)

Sehr geehrter Kollege Lafargue, über ein Jahrhundert ist nun seit deinem Tod vergangen, doch als Gesellschaft sind wir kaum ein Stück weiser – zumindest wenn es um solche allgemeinen Begriffe wie den der „Arbeit“ und den der „Faulheit“ geht. Dabei hattest Du vollkommen recht, als Du die pathogene „Liebe zur Arbeit“ in deinem Werk „Das Recht auf Faulheit“ kritisiert und angeklagt hast.[i] Der Arbeitsethos mit seinem Erwerbsgebot wird auch heute noch als ein Mittel der Herrschaft genutzt, um die Menschen in übermäßiger produktiver und entfremdender Arbeit zu halten – Ja, sie sogar dazu zu bringen sich unter einer „Sklavenmoral“[ii], gegenseitigem Zwang zu unterwerfen.[iii] Gleiches gilt im Gegenzug für den Begriff der Faulheit als Denunziation all derer, die sich eben nicht wie gewünscht dem entsprechenden System fügen.[iv]

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philosophike zu Gast im „Fünf Dinge“ Podcast der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft

Vor einiger Zeit war philosophike zu Gast im „Fünf Dinge“ Podcast der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft (kurz: GDG). In der Podcastfolge sprechen Tobias Gralke (GDG), Emilia de Fries & Anabel Hogefeld (Initiative für Solidarität am Theater) und Verena Häseler (philosophike / herr*krit), über verschiedene Gesprächs‑, Begegnungs- und Austauschformate, mit denen sich Herrschaftskritik nicht nur denken und diskutieren, sondern vor allem praktisch gestalten lässt. >> Hier gehts zum Podcast: „Fünf Dinge“ #2 Herrschaftskritik

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