Kritische Perspektiven auf eine Universität 4.0

Philosophische Reflexion zur Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektive einer Institution Bericht zur Studierenden-Online-Konferenz, 4. Juli 2020:Als Abschluss des digitalen Sommersemesters münden die drei Seminare „Unbedingte Universität(en). Philosophische Reflexion zur Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektive einer Institution“ (Verena Häseler), „Kreativität, Intuition und Zufall: Theorien zur Innovationsgeschichte wissenschaftlicher Forschung“ (Simon Rettenmaier) und „Herbert Marcuse: Aufhebung der Philosophie in eine kritische Theorie der Gesellschaft“ (Domininik Novkovic) am 04. Juli 2020 in eine Online-Konferenz zum Thema Kritische Perspektiven auf eine Universität 4.0: Philosophische Reflexion zur Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektive einer Institution. Im Rahmen der Online-Tagung, die via Videokonferenz stattfindet, tragen die Studierenden der drei Seminare ihre Ergebnisse thematisch geclustert in kurzen Impulsvorträgen von 15 Minuten vor. Im Anschluss an jedes thematische Cluster wird das Thema in offener Runde diskutiert. Insgesamt 14 Studierende präsentieren so ihren Kommiliton*innen und den Dozent*innen die Arbeitsergebnisse eines Semesters, zugespitzt auf die Frage, wie eine Universität 4.0 aussehen könnte und welche Folgen eine Universität 4.0 für die Gesellschaft hätte.  Im folgenden Beitrag wollen wir einen Überblick über die Online-Konferenz geben und spannende Diskussionsanstöße teilen.

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Seminareindrücke zu: Bloß Kritik? – Diskussionen zur „Universalmethode“ für Forschung und Gesellschaft

Eine kritische Einstellung, das ist es, was gute Forscher*innen und Lehrende benötigen. Was einhellig erscheint, ist jedoch voraussetzungsreich. Was ist eine solch kritische Einstellung? Was kennzeichnet kritische Forschung und was sind etwaige Grenzen dieser? Reicht es gar aus, einfach das Attribut kritisch zu übernehmen? Was meint dieses Attribut überhaupt, ja was ist Kritik?

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Seminareindrücke: „Krisenexperimente. Eine ‚dirty method‘ zwischen Wissenschaft, Kunst und (politischer) Bildung“

Vom morgendlichen Aufstehen über Gespräche mit Freund*innen bis hin zu unserem Kleidungsstil – Routinen prägen unser Alltagshandeln, meist ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen. In einer Art Automatismus ziehen so ganze Arbeitstage scheinbar ohne besondere Vorkommnisse an uns vorüber. Der US-amerikanische Soziologe Harold Garfinkel hat sich diesem Phänomen in seinen berühmt gewordenen Studien zu den Routinegrundlagen des Alltagshandelns[i] zugewandt und mit diesen gegen soziologische Perspektiven Stellung bezogen, die den Menschen implizit als urteilsunfähig darstellen.

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