„Nicht mit Wut!“ – ‚Wucher, wucher‘ machte das Begehren

„Nicht mit Wut!“, schallt es durch den Raum. Ein neunjähriges Kind bearbeitet seine Deutsch-Hausaufgaben. Es ist inzwischen frustriert: oft schon hat es sich verschrieben. Musste immer wieder den Tintenkiller gebrauchen. Das Ganze wird langsam unsauber. Seit gefühlten Ewigkeiten sitzt es vor der Aufgabe, aber es will nicht gelingen. Das Kind verschreibt sich immer wieder, es wird wütend. „Nicht mit Wut!“ Die Mutter insistiert: „Nicht mit Wut!“ Sie wiederholt: „Nicht mit Wut!“. Sie insistiert wiederholt: „Nicht mit Wut!“

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Vom Bolzplatz zum »Lernort Stadion«

Fußball, dass ist ein Schlagwort für Spaß, Erfolg, Geld, Politik, Kampfgeist, Fairplay, Korruption und auch – zumindest wenn man Felix Magath folgt – für extraordinäre Herrenfrisuren. Eher selten spielen bei solchen Zuordnungen die Potenziale und Möglichkeitsräume für Kritische Bildung und Empowerment eine Rolle, die der Fußball zu bieten hat. Wenn überhaupt derartiges im populären Diskurs verhaftet, dann meist im Kontext von Interviews mit vermeintlichen Fußball-Philosophen à la César Luis Menotti, Volker Finke oder Ewald Lienen oder im Zuge von Vereinsportraits über die vermeintlich „etwas anderen Vereine“ wie FC St. Pauli, SC Freiburg oder Union Berlin. Im universitären Kontext war der Fußball als Multiplikator kritischer politischer Bildung hingegen lange Zeit unterbeleuchtet.

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