Digitalisierung und Universität: Über die Vereinnahmung des Individuums im digitalen Kapitalismus

Die Universität als ein öffentlicher Raum der Lehre und Forschung ist besonders im Jahr 2020 auf digitale Medien angewiesen und somit ein Symbol der digitalisierten Gesellschaft. Die Kritischen Theorien von Herbert Marcuse, Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Erich Fromm befassen sich noch nicht mit der Digitalisierung im heutigen technischen Verlauf, wohl aber beziehen sie sich auf ihre Grundlagen. Die Industrialisierung, welche mit dem späten 19. Jahrhundert begann und im 20. Jahrhundert auch durch die beiden Weltkriege neuen Schwung erhielt, wird von den Philosophen kritisiert. In Tradition dieser Denker soll folgend der Versuch unternommen werden, die Chancen und Risiken der Digitalisierung für Gesellschaft und Individuum zu umreißen.[1]

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Der digitale Freiraum – Digitalisierung und Universität aus der Perspektive einer Kritischen Theorie

Der zunehmende Fokus auf die digitale Lehre an Universitäten kommt meistens einher mit einem impliziten Versprechen von Modernisierung, Effizienz und vor allem Freiheit. Freiheit, auch aus der Ferne auf Information zugreifen zu können, Freiheit, sich den Tag flexibler einteilen zu können und Freiheit von den scheinbar veralteten physischen Einrichtungen der Universität. Während die Digitalisierung auf jeden Fall traditionelle Strukturen destabilisiert und so Grenzen aufhebt, ist es notwendig aufzuzeigen wo diese digitale Freiheit bestehende Problemfelder der Gesellschaft verschlimmert oder neue Schwierigkeiten aufwirft, die bisher weitgehend unbeachtet bleiben.

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Mixed Reality und die Möglichkeiten virtuellen Lehrens und Lernens

„Mixed Reality beschreibt die Kombination aus virtuellen Umgebungen und natürlichen Benutzerschnittstellen. Das Sichtfeld der nutzenden Person wird hierbei über Head Mounted Displays durch Kopfbewegungen gesteuert. Datenhandschuhe ermöglichen die Interaktion mit virtuellen Objekten und omnidirektionale Böden erlauben eine unbegrenzte Fortbewegung durch virtuelle Welten.“[1]

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Kritische Perspektiven auf eine Universität 4.0

Philosophische Reflexion zur Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektive einer Institution Bericht zur Studierenden-Online-Konferenz, 4. Juli 2020:Als Abschluss des digitalen Sommersemesters münden die drei Seminare „Unbedingte Universität(en). Philosophische Reflexion zur Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektive einer Institution“ (Verena Häseler), „Kreativität, Intuition und Zufall: Theorien zur Innovationsgeschichte wissenschaftlicher Forschung“ (Simon Rettenmaier) und „Herbert Marcuse: Aufhebung der Philosophie in eine kritische Theorie der Gesellschaft“ (Domininik Novkovic) am 04. Juli 2020 in eine Online-Konferenz zum Thema Kritische Perspektiven auf eine Universität 4.0: Philosophische Reflexion zur Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektive einer Institution. Im Rahmen der Online-Tagung, die via Videokonferenz stattfindet, tragen die Studierenden der drei Seminare ihre Ergebnisse thematisch geclustert in kurzen Impulsvorträgen von 15 Minuten vor. Im Anschluss an jedes thematische Cluster wird das Thema in offener Runde diskutiert. Insgesamt 14 Studierende präsentieren so ihren Kommiliton*innen und den Dozent*innen die Arbeitsergebnisse eines Semesters, zugespitzt auf die Frage, wie eine Universität 4.0 aussehen könnte und welche Folgen eine Universität 4.0 für die Gesellschaft hätte.  Im folgenden Beitrag wollen wir einen Überblick über die Online-Konferenz geben und spannende Diskussionsanstöße teilen.

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