Die Angst vor der Trostlosigkeit des Erwachsenwerdens

Ein junges Mädchen erzählt von ihrem Plan, sich das Leben zu nehmen. Sie wächst in reichen Verhältnissen auf und ist zu allem Überfluss auch noch hochbegabt. Eigentlich könnte man meinen, sie habe die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches und glückliches Leben. Im Falle unserer Protagonistin wirken all diese vermeidlich positiven Grundgegebenheiten jedoch leider nur mit starken Nebenwirkungen.

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Der Sinn des Lebens – Gefangen im Goldfischglas

„Die Frage nach dem Sinn von Sein soll gestellt werden.“ heißt es nach Martin Heidegger.Diese Frage kann auf den Sinn des Lebens erweitert werden und ist eine der zentralen Themen der Philosophie und des menschlichen Daseins. Dies wird auch in Muriel Barberys „Die Eleganz des Igels“ thematisiert und sehr kritisch beleuchtet. Doch wie wird der Sinn des Lebens in „Die Eleganz des Igels“, von Muriel Barbery, aus der Perspektive Palomas dargestellt? Inwiefern kann man Martin Heideggers Auffassung vom Sinn des Lebens mit der Ansicht der Protagonistin Paloma vergleichen?

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Dirigent oder Machthaber?

Ein roter Vorhang zieht sich langsam und lautlos auf. Es folgt ein kurzer Moment der Dunkelheit und der Stille. Alle sitzen gespannt auf ihren Plätzen. Niemand spricht. Der erste Ton fällt. Ab dem Moment begeben wir uns in eine Situation, in der wir beinahe jegliche Kontrolle über uns abgeben. Die Musik allein übernimmt die Macht. Sie lenkt was wir hören und auch wie wir uns fühlen. Wir lassen uns fallen und tauchen ein in eine uns vorgegebene Welt. Jede Sekunde ist genau durchdacht und inszeniert. Die Komponisten*innen selbst sprechen nie direkt mit uns. Sie kommunizieren allein über die niedergeschriebene Musik. Gelingt es ihnen, uns derart einzunehmen, mitzureißen und zu kontrollieren, so wächst ihre Macht über uns aus dem Saal hinaus und verfolgt uns bis in unsere Träume.

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Happy Birthday to philosophike.de

Vor zwei Jahren war die Idee des philosophike-Blogs aus einem gemeinsamen Eindruck geboren: Jedes Semester schreiben unzählige Studierende eine Vielzahl von Essays, Rekonstruktionen und Hausarbeiten als Studien- und Prüfungsleistungen, die bis auf die Prüfer*innen niemand liest und die, bis auf den ECTS- oder Notenerwerb, scheinbar nur dazu dienen, digitale (oder teils gar reale) Papierkörbe zuzumüllen. Und dass, obwohl ein nicht unerheblicher Teil der studentischen Nachwuchswissenschaftler*innen schlaue, witzige, relevante und gut zugängliche Text ‚zu Papier‘ bringt und sich darüber hinaus auch noch viel Zeit dafür nimmt. Doch wohin nach dem benoten damit? Ab auf den philosophike-Blog!

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Problemskizze zu einer kritischen Theorie der Digitalisierung

„Die Universität ist der Ort, an dem die Erinnerung ans Menschliche bewahrt und das Menschliche mit allen ihren Möglichkeiten lebendig erhalten werden soll.“[i] Diese Worte sind der von Max Horkheimer im Sommersemester 1952 gehaltenen Rede zur Begrüßung der Erstsemester an der Goethe-Universität Frankfurt entnommen. Horkheimer plädiert für eine Form universitärer Bildung, die über das bloße Konsumieren, Reproduzieren und Hinnehmen von Wissen hinausgeht und einen aktiven Prozess des Denkens meint, der dazu befähigt, „der Welt, wie sie ist, Widerstand leisten (zu) können“[ii]. In der folgenden Skizze werde ich mich dem Verhältnis von Digitalisierung und Universität aus Sicht der Kritischen Theorie widmen. Dabei werde ich insbesondere darauf eingehen, inwiefern durch die Digitalisierung Bildung in dem von Horkheimer gemeinten Sinn befördert beziehungsweise behindert wird.

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Heilpraxis in Not: Über querdenkende Alternativ- und konservative Schulmediziner*nnen

Es sind harte Zeiten für den Heilpraktikerberuf. Nicht nur, dass der gesamte Berufszweig um die Rechtsgrundlage für seine Existenz bangen muss, zusätzlich wird er, durch die vermeintliche Nähe zur Querdenkerbewegung, mit dem Vorwurf des Rechtsextremismus und Antisemitismus behaftet.[1] Dies ist eine Entwicklung, der eine Reihe an Ereignissen vorausgeht, die die Heilpraktiker*innen als Berufsgruppe zurecht beunruhigt.

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Politisches Subjekt Frau? Der widersprüchliche Akt des Stellungbeziehens als Suche nach dem feministischen Wir

Am 16. November 2020, während eines Höhepunkt des „Strajk Kobiet“, des Frauenstreiks in Polen gegen das de facto nahezu vollständige Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, fand eine Demo in Kassel statt, die wir als feministisches Bündnis gegen das TCLG, eine Gruppe von christlich-fundamentalistischen Lebensschützern, unter dem Motto „Abtreibung legalisieren – Antifeminismus sabotieren“ organisiert hatten[i]. Schon letztes Jahr haben wir uns in diesem Zusammenhang mit der Kritik auseinandergesetzt, dass die ausschließliche Rede von „Frauen“ bei der Forderung nach einer Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, die Realität all jener Menschen ausschließt, die schwanger werden können, sich aber nicht als Frauen identifizieren.

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Eine Stellungnahme zum Thema „Stellungbeziehen“

„Stellung“ kommt etymologisch von Stall, was weniger bedeutet, dass es in einer Stellungnahme lediglich darum ginge, den eigenen Stallgeruch in der Welt zu verbreiten, als vielmehr den eigenen Stall-Standpunkt zu bestimmen, was immer mindestens zwei Komponenten beinhaltet: einmal zu klären, wo man steht und zweitens, wie man zu dem steht, wo man steht. Beides gehört unmittelbar zusammen und ist doch zugleich auch wohlunterscheidbar.

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